Spannend, praxisnah, hochkarätig besetzt – die Tagung hat meine Erwartungen weit übertroffen.
Tagung Agenda Setting
Setting, building, surfing, cutting – wie beherrsche ich die Agenda? Strategen gesucht! Eigene Themen auf die öffentliche Tagesordnung zu setzen und damit die öffentliche Diskussion und Meinung in gewünschter Weise beeinflussen, ja, im Idealfall sogar steuern zu können, gilt gemeinhin als wichtigste Aufgabe und gleichzeitig höchste Kunst der Public Relations. Gibt es Erfolgsrezepte, wie Kommunikatoren den täglichen Kampf um Aufmerksamkeit und Deutungshoheit gewinnen können? Die konkreten Ziele eines angestoßenen Agenda-Setting-Prozesses, im Sinne von „Themen identifizieren, besetzen und auf die Tagesordnung bringen“, können für Unternehmen und Organisationen höchst unterschiedlich sein. Ob es im Einzelfall darum geht, die Gesetzgebung im gewünschten Sinn zu beeinflussen oder einen Einstellungswandel in der Bevölkerung zu erreichen, um einen Resonanzboden für den Vertrieb eigener Produkte zu schaffen – angestrebt wird immer, die Meinungsführerschaft zu einem bestimmten Thema zu übernehmen. Entscheidend ist dabei die Multiplikation durch mediale Vermittlung. Nur die Themen, die von den Massenmedien aufgegriffen oder angestoßen werden, haben die Chance, nachhaltig die öffentliche Agenda zu bestimmen. Das gilt derzeit auch noch vor dem Hintergrund, dass dialogorientierte Online-Angebote zunehmend diese Funktion der etablierten Medien in Frage stellen. Die Fachtagung Agenda Setting geht der Frage nach den grundlegenden Prinzipien und Erfolgsfaktoren für das Ringen um einen Platz auf der öffentlichen Tagesordnung nach:
- Welche Voraussetzungen sind entscheidend?
- Wie erkenne ich den Zeitgeist, die Stimmung in der Öffentlichkeit, den passenden Zeitpunkt, ein Thema zu setzen?
- Was ist entscheidend: ein ausgefeiltes Issues Managment oder das Bauchgefühl des Kommunikators?
- Welche Agenda-Setting-Strategien gibt es?
- Wie finde ich Verbündete?
- Bei wem liegt die Meinungsmacht?
- Welche Rolle spielen nicht beeinflussbare Faktoren?
- Wie reite ich auf der medialen Welle, wie nutze ich ein aktuelles Thema für meine Interessen?
- Wie beende ich ein unangenehmes Thema? Wie können Kritiker eingebunden werden?
Generell gilt: Für erfolgreiches Agenda Setting gibt es nicht das einzig richtige Modell. Neben Vorträgen übergeordneter, strategischer Natur erwarten Sie daher viele Praxisbeispiele aus führenden deutschen Unternehmen. Die Referenten berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen mit Agenda-Setting-Prozessen. Dies eröffnet Ihnen unterschiedliche Sichtweisen, Interpretationen und Schlussfolgerungen für Ihr eigenes Handeln.Programm als Download
| 9:00 | Begrüßung durch den Moderator | |||
| Wolf-Dieter Rühl, prmagazin, Geschäftsführender Redakteur | ||||
| 9:15 | Bei wem liegt die Meinungsmacht? Jörg Howe, Daimler AG, Leiter Kommunikation | |||
| “Bei wem liegt jetzt und künftig die Meinungsmacht? Was bedeutet der Medienwandel für die Kommunikation? Welche Rolle spielen nicht beeinflussbare Faktoren?” | ||||
| 10:00 | Agenda Setting – Kommunikationspläne und die Wirklichkeit. Alles war minutiös vorbereitet und dann kommt es doch ganz anders. Beispiele aus der Praxis. Oliver Schumacher, Deutsche Bahn AG, Leiter Kommunikation | |||
| 10:45 | Kaffeepause | |||
| 11:15 |
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| 12:00 | Strategie, Technik, Zeitpunkt Volker Heck, RWE AG, Leiter Konzernkommunikation | |||
| Welche Voraussetzungen sind für erfolgreiches Agenda Setting unabdingbar? Ein Vortrag zum Themenmanagement und den Einsatz von hilfreichen Instrumenten. Wie erkennt der Kommunikator den passenden Zeitpunkt, ein Thema zu setzen – durch ausgefeiltes Medienmonitoring und Issues Management oder sein Bauchgefühl? | ||||
| 12:45 | Mittagspause | |||
| 14:00 | Wie ticken die Meinungsführer? | |||
| Prof. Dr. Stephan Weichert und Leif Kramp, wiss. Referenten, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik Berlin | ||||
| Prof. Dr. Stephan Weichert und Leif Kramp diskutieren in ihrem Vortrag die Rolle der alten und neuen Alpha-Journalisten in unserer Informationskultur und wagen einen Blick in die ungewisse Zukunft des Qualitätsjournalismus. | ||||
| 14:45 | Langer Atem statt Agenda Hopping. Wie der Verband Forschender Pharma- | |||
| Unternehmen auch mittels der Kampagne “Forschung ist die beste Medizin” der Branche Gehör im täglichen Meinungsstreit verschafft. | ||||
| Susan Elisabeth Knoll, Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa), Geschäftsführerin Kommunikation | ||||
| 15:30 | Drei Fallbeispiele: Roman Herzogs „Berliner Rede“, Swiss und Lufthansa werden | |||
| Partner, Vodafone wird Kommunikationskonzern | ||||
| Thomas Ellerbeck, Vodafone Deutschland u. Vodafone AG, Mitglied der Geschäftsleitung | ||||
| Die Zusammenhänge sind komplex wie nie. Es gibt nicht “die” Öffentlichkeit, “die Meinung”, verschiedene Teil-Öffentlichkeiten bestimmen die Agenda: Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Arbeitnehmervertreter, Medien, NGOs… – es gilt zu informieren, zu überzeugen, zu mobilisieren, Verbündete zu finden. | ||||
| 16:15 | Kaffeepause | |||
| 16:45 | Kommunikation im schwierigen Umfeld – Beispiel Energie | |||
| Mathias Bucksteeg, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), Leiter Kommunikation | ||||
| Die Energieerzeugung in Deutschland ist in einem rasanten Wandel begriffen. Die globalen Herausforderungen sind gigantisch, die lokalen Implikationen unüberschaubar. Doch gleichzeitig ist die öffentliche Diskussion vollkommen festgefahren. Die Fronten sind starr: Groß gegen Klein, Erneuerbar gegen Konventionell, Zentral gegen Dezentral. Wie kann Kommunikation diese Debatte aufbrechen? | ||||
| 17:30 | Abschlusspodium mit Herrn Bernd Ziesemer Bernd Ziesemer, Handelblatt GmbH, Chefredakteur | |||
| 18:00 | Ende der Tagung | |||
Unternehmens- und Geschäftsleitung, Kommunikationschefs, Pressesprecher sowie Mitarbeiter in Presse- und PR-Stäben von Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Agenturen

Jörg Howe leitet sei dem 1. November 2008 die globale Unternehmenskommunikation der Daimler AG. Von 1996 bis 2004 war er Geschäftsführer und Chefredakteur bei Sat.1. Anschließend wurde Howe von KarstadtQuelle (später: Arcandor) geworben und leitete dort bis zu seinem Wechsel zu Daimler die Konzernkommunikation. Jörg Howe ist seit 2007 Mitglied des Programmbeirats HSE24 und Vorsitzender des Medienrates der Medienanstalt Hamburg/Schleswig Holstein.
Stimmen zu den Seminaren
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Christian Jung, AD HOC PR Gütersloh
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Anja Jasper, SMA Solar Technology AG
Web 2.0, Social Media, Podcasts – alles wichtig. Aber am wichtigsten ist der persönliche Kontakt, wenn es um exzellente Kommunikation geht. Das hat die Tagung eindrucksvoll belegt.
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Anja Jasper, SMA Solar Technology AG
Web 2.0, Social Media, Podcasts - alles wichtig. Aber am wichtigsten ist der persönliche Kontakt, wenn es um exzellente Kommunikation geht. Das hat die Tagung eindrucksvoll belegt.
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Weiterbildungsprogramm 2013 | PDF
Madlen Brückner